Samstag, 9. Mai 2026

Songs, die mich das Gitarre spielen lehrten (mit TABs)

In diesem Beitrag widme ich mich einer Auswahl von Songs, die mich quasi das Gitarren spielen in meiner Jugend lehrten. Vorausschicken muss ich dabei, dass es zu dieser Zeit natürlich kein Internet, YouTube oder Ähnliches gab. Ich hatte lediglich einen Plattenspieler oder einen Kassettenrekorder zur Verfügung und musste mich überwiegend auf meine Ohren verlassen. Auch gab es zu dieser Zeit kaum oder nur schwer erhältliche Bücher mit TABs. Lehrbücher für E-Gitarre waren dünn gesät. Es gab fast nur Lehrmaterial für Klassikgitarre und die obligatorischen Akkordbücher in der Art "1000 Akkorde für Gitarre" (!) 

Die Songs werden grösstenteils auf der E-Gitarre gespielt, taugen aber genausogut für die Akustikgitarre, die ich von Anfang immer genauso oft wie die E-Gitarre gespielt habe.
Und - wie unschwer bei den Songs zu hören ist -, ist der "Blues" bei fast allen Stücken der Ursprung und die Basis.

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1. "12- Bar Blues"

Jimmy Reeds Art, wie er den Blues begleitete und der fundamentale Baukasten der gesamten Rock- und Bluesmusik: zwölf Takte, drei Akkorde, unendlich viele Variationen. Ein perfekter Einstieg, um die DNA fast aller folgenden Songs zu verstehen.

2. "In My Chair" - Status Quo

Ich war in meinen Anfängen ein richtiger Quo-Fan und mochte immer das Spiel von Gitarrist Francis Rossi. "In My Chair" ist ein typischer früher Quo-Boogie: einprägsames, Riff, verschwitzte Club-Atmosphäre und Rossi’s charakteristisch lässiger Gesang über Rückzug und Eigenbrötelei.

3. "Railroad" - Status Quo

Dampfhammer-Rhythmus meets psychedelischen Unterton. Ein treibender, repetitiver Song mit einem prägnanten Riff, der wie ein Güterzug durch die Landschaft rattert.

4. "Suzie Q" - Creedence Clearwater Revival

CCR verwandelt das Rockabilly-Original in einen dampfenden Swamp-Blues. Mit John Fogertys hallender Stimme und einem hypnotischen Gitarrenriff – Urgestein des Southern Rock.

5. "Oh Well" - Fleetwood Mac

 Zweiteiliger Klassiker: Teil eins kommt als Rocker mit messerscharfem Riff daher, Teil zwei treibt als sphärisches, instrumentales Mantra. Genial und sperrig zugleich.

6. "A Million Miles Away" - Rory Gallagher

Von dem Album "Irish Tour '74". Gefühl pur auf sechs Saiten. Eine bluesgetränkte Hymne an die Sehnsucht und Entwurzelung auf Tour. Gallaghers raue Stimme und seine atemberaubende Gitarre erzählen von der Einsamkeit des Roadtrips.

7. "Blowin Free" - Wishbone Ash

Wishbone Ash -  Inbegriff des symphonischen Hard Rock der frühen 70er. Zwei harmonisierende Leadgitarren weben ein melodisches Geflecht über einem treibenden Shuffle-Rhythmus.

8. "The King Will Come" - Wishbone Ash

Epischer, fast mittelalterlich anmutender Rock mit mehrstimmigen Gitarrenlinien und geheimnisvollem Text über einen wiederkehrenden Herrscher. Atmosphärisch, erzählerisch und majestätisch.

9. "More Than A Feeling" - Boston

Der archetypische, klassische Arena-Rock-Song. Mit Mehrfach-Gesangsharmonien, ausgefeilten Gitarren und einem Refrain, der sofort ins Ohr geht – ein Gefühl von Nostalgie und Aufbruch zugleich.

10. "Steamroller" - James Taylor

Singer / Songwriter-Legende James Taylor im Spaß-Modus: ein augenzwinkernder, überdrehter, cooler Jazz Blues mit viel trockenem Humor.

TABs



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