Heute starte ich mal eine Reihe mit dem Thema "Blues Basics" für alle jene, die sich von Grund auf mit diesem Genre auf der Gitarre beschäftigen möchten. Ich wähle dafür bewusst legendäre Bluesmusiker aus, die einen erheblichen Einfluss auf Gitarristen wie Keith Richards, Eric Clapton, Peter Green oder Rory Gallagher ausübten und somit die Grundlagen für die Spieltechniken auf der Rockgitarre schufen, die die Letztgenannten später weiterentwickeln sollten.Jimmy Reed
Jimmy Reed (1925–1976) war einer der einflussreichsten Bluesmusiker der 1950er- und 1960er-Jahre. Geboren als Mathis James Reed in Mississippi, wuchs er mit dem ländlichen Delta-Blues auf und lernte früh Gitarre und Mundharmonika. Später zog er nach Chicago, wo er beim Label Vee-Jay Records mehrere erfolgreiche Blues-Singles veröffentlichte.
Zu seinen bekanntesten Songs zählen "Baby What You Want Me to Do", "Big Boss Man" und "Bright Lights", "Big City". Sein Stil war ungewöhnlich schlicht: einfache Shuffle-Rhythmen, wiederholte Gitarrenriffs und der gleichzeitige Einsatz von Gitarre und Mundharmonika.
Der Einfluss von Jimmy Reed liegt weniger in virtuosen Soli als in seinem groove-orientierten Minimalismus. Seine Songs waren einfach genug, dass viele junge Musiker sie nachspielen konnten – und genau deshalb wurden sie zu einem wichtigen Fundament für Bluesrock und die britische Blues-Explosion der 1960er Jahre. Gitarristen wie Keith Richards, Eric Clapton und zahlreiche Bands der britischen Blues-Bewegung ließen sich von seinem Groove-orientierten Stil inspirieren.
Jimmy Reed gilt deshalb als wichtiger Wegbereiter für den Übergang vom traditionellen Blues zum Bluesrock der 1960er-Jahre.
Exemplarisch dienen im Folgenden zwei Beispiele, wie Jimmy Reed einen 12-taktigen Blues im Shuffle-Rhythmus zu spielen pflegte und die jeder angehende Bluesrock-Gitarrist beherrschen sollte:
Über ein nicht unwesentliches Detail in der Begleitung, nämlich wie man das "B" in diesem Beispiel spielt, wird in folgenden Videos erklärt.
Demo
Demo
5 Songs von Jimmy Reed, die jeder Gitarrist kennen sollte
Der Blues von Jimmy Reed wirkt auf den ersten Blick einfach – aber genau diese reduzierten Grooves und wiederholten Riffs machten seine Songs extrem einprägsam. Viele Musiker der 1960er lernten Blues tatsächlich über seine Platten.Tipp: Beschäftige dich mit diesen 5 Songs, lerne sie auswändig und nimm sie in dein Spielrepertoire auf.
1. „Baby What You Want Me To Do“
Einer der berühmtesten Stop-Time-Blues überhaupt.
Der Song basiert auf einem simplen 12-Bar-Blues, aber mit markanten rhythmischen Pausen.
1. „Baby What You Want Me To Do“
Einer der berühmtesten Stop-Time-Blues überhaupt.Der Song basiert auf einem simplen 12-Bar-Blues, aber mit markanten rhythmischen Pausen.
→ Lyrics
2. „Bright Lights, Big City“
Ein klassischer Chicago-Shuffle mit hypnotischem Groove. Bands wie The Animals und Them coverten den Song später.→ Lyrics
3. „Big Boss Man“
Einer der bekanntesten Blues-Grooves überhaupt. Der Song wurde später u. a. von Elvis Presley aufgenommen.→ Lyrics
4. „Honest I Do“
Ein entspannter Slow-Blues mit sehr einfacher Begleitung. The Rolling Stones nahmen den Song auf ihrem ersten Album auf.→ Lyrics
5. „You Got Me Dizzy“
Ein Paradebeispiel für Jimmy Reeds Stil. Gitarrist Keith Richards lobte genau diese extreme Einfachheit und Groove-Orientierung.→ Lyrics

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