"Sweet Baby James" - James Taylor
Die Akustikgitarre war meine erste große Liebe, auf der ich zuerst mein ''Handwerk'' in jungen Jahren gelernt habe. Entscheidenden Einfluß dabei hatte auf mich der US-amerikanische Gitarrist, Sänger, Komponist und Texter James Taylor, der zu den einflussreichsten zeitgenössischen Singer/Songwritern der amerikanischen Musikszene zählt.
An ihm faszinierte mich sein aufgeräumtes und enorm songdienliche Gitarrenspiel jenseits von den üblichen Wald- und Wiesenakkorden. In einem von Peter Burschs Gitarrenbüchern, die ich wie jeder damals natürlich auch hatte, stiess ich auf eine aussergewöhnliche Bearbeitung des Stephen Foster-Klassikers ''Oh Susannah''.
Urheber dieser Version war ein gewisser James Taylor. In dieser witzigen Re-Harmonisation des amerikanischen Volkslieds wurde ich zum ersten Mal mit der vielfältigen Welt der Jazzakkorde konfrontiert.
Auf dem Album ''Sweet Baby James" finden sich zahlreiche seiner Klassiker wieder, allen voran ''Fire And Rain'', der zu den besten 500 Songs aller Zeiten laut einer Liste zählt.
Songs wie z.B. ''Lo And Behold'', ''Sunny Skies'' oder ''Steamroller Blues'' (gibt es auch in einer Version von Elvis Presley) sind Lehrstücke für angehende Gitarristen, die den Brückenschlag vom Blues zum Jazz schaffen möchten.
Das Line-up des Albums liest sich wie das Who's Who der damaligen Westcoast-Szene: Danny Kortchmar (g), Russ Kunkel (dr), Randy Meisner (b), Leland Sklar (b) und nicht zuletzt Taylors alte Freundin und Weggefährtin, die grandiose Carole King (p, voc). Aus Kings Feder stammt im Übrigen der Taylor-Klassiker ''You've Got A Friend''.


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